Die Mappe: Wie fange ich an?


 Inspiration finden!

Die Mappe: Wie fange ich an?

Inspiration finden!

 

Die Mappe: Wie fange ich an? Vielleicht geht es dir mit deiner Mappe genau wie mir vor ein paar Jahren: Ich fühlte mich total überfordert mit der Mappe. Ich dachte ich bin die einizige, die einfach gar keine Ahnung hat, wie sie an das ganze Thema rangehen soll.

Einfach Anfangen

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Das Zitat einer meiner Dozentinnen fasst es perfekt zusammen:
„Die schlimmste Kombination ist Faulheit und Perfektionistismus zugleich.“
Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr habe ich mein „unerfahrendes Ich“ vor dem Designstudium wiedererkannt. Ich wollte alles direkt perfekt machen und habe die Arbeit deshalb vor mir her geschoben. Und habe deshalb nichts geschafft.
Viel zu spät habe ich bemerkt, dass den perfektionismus beiseite zu schieben und einfach anzufangen, so ziemlich das coolste ist, was man machen kann! Denn wenn man erst einmal mit etwas anfängt und in den Flow kommt (und vertrau mir, das geschieht in 90% der Fälle, auch wenn man denkt, man ist grade null motiviert), fließen die Ideen ganz von allein.
Deine ersten Arbeiten müssen gar nicht perfekt sein, sie SOLLEN es nichtmal sein! Die Dozenten wollen eine Entwicklung in deinen Arbeiten sehen, eine tiefe Beschäftigung mit deinem Mappenthema, keine technisch perfekten Ölmalereien. 
Und ist es nicht besser, am Ende einige weniger gute Arbeiten auszusortieren als GAR KEINE zu haben?

Mach dir einen Plan.

Du schaffst mehr, wenn du dir einen Plan machst, was du bis wann was fertig haben möchtest. So setzt du dir eine Deadline und gerätst nicht in die Prokrastinations-Falle. Wichtig ist, dass du neben der Deadline für die komplette Mappe auch Zwischenziele setzt. Also zum Beispiel drei Skizzen pro Tag, zwei Arbeiten pro Woche, das Aufziehen auf Karton und so weiter. Hier ist ein gutes Beispiel für einen Lernplan den du dir auf deine bedürfnisse zurecht schneiden kannst.

Orientiere dich an Vorhandenen.

Inspiriere dich an Dingen, die es schon gibt und gestalte daraus etwas Neues. Niemand kann das Rad neu erfinden. Hierzu empfehle ich ein gutes Buch von Austin Kleon „Alles nur geklaut“. Man muss nur einmal begreifen, wie man es macht, und kann so unglaublich cooles Sachen gestalten, ohne immer vom Gefühl klein gehalten zu werden, immer total innovative, nie dagewesene Ideen finden zu müssen.
Wichtig ist, dass du NICHT kopierst! Es ist keine Eigenleistung, einfach Dinge von anderen abzuzeichnen, nachzumalen oder nachzuahmen.
Bedien dich an Dingen, die dir gefallen, die dich inspirieren und schaff daraus etwas völlig neues. So wie du aus deiner Mutter und deinem Vater entstanden bist und von beiden ein paar DNA-Teilchen erhalten hast – aber trotzdem ein ganz anderer Mensch bis, mehr als nur die Summe aus den beiden!

Probiere neue Dinge aus für die Mappe

Du zeichnest seit Jahren gut mit Bleistiften? Dann probier doch zum Beispiel mal aus, deine Arbeiten digital zu zeichnen und zu bearbeiten. Oft entstehen so auch viel gute neue Ideen und Stilrichtungen – und daraus entwickeln sich wieder neue Arbeiten. Das macht nicht nur Spaß, sondern du entwickelst dich auch immer weiter.
Das begrenzt sich übrigens nicht nur aufs kreative Arbeiten: Ein neuer Sport, neue Musikrichtungen, ein Museum, das du nicht kennst – überall findest du neue Inspiration, wenn du nur danach ausschau hälst!

Pinterest, Behance und Co

Auf Pinterest, Behance oder anderen Design Plattformen gibt es unglaublich viel Inspiration. Natürlich sollst du hier auch nichts nachmachen, aber man bekommt sehr viele gute Ideen, indem man sich durchstöbert. Ich zum Beispiel habe mir seit Jahren Bilder abgespeichert und schaue mir meine Ordner immer dann durch, wenn ich einen Kreativitäts-Schub brauche.
Außerdem entdeckt man hier immer wieder, was eigentlich alles möglich ist. Neue Stilrichtungen, Produkte, Darstellungsarten – du lernst einfach unfassbar viel neues, indem du einfach nur durch die Gallerien scrollst!

Fotografieren statt merken für die Mappe.

Wahrscheinlich kennst du es auch: Du siehst irgendwo etwas schönes, inspirierendes oder total abgefahrenes und hast direkt tausend eigene Idee zu dieser Sache. Meistens denken wir uns dann, wir werden das schon behalten, nur um diese genialen Ideen wieder zu vergessen. Ich empfehle dir immer Fotos zu machen, damit du jederzeit durch deinen Ordner mit Ideenbildern schauen und dich inspirieren kannst!

Inspiration und Imperfektion als Start.

Merk dir also wie wichtig es ist, einfach ANZUFANGEN! Lass erstmal alles aus dir heraus sprudeln,was dir so in den Sinn kommt. Am Ende kannst du deine Sachen immer noch bearbeiten, perfktionieren oder aussortieren. 
Das Gute daran ist, grade die Professoren interessieren sich sehr für deine Prozesse. Scheu dich also nicht davor, deine Skizzen und Übungsbilder mit in die Mappe zu geben.

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